BuiltWithNOF
KOSTEN

Kosten der Beauftragung eines Rechtsanwaltes

Grundsätzlich ist die Beauftragung eines Rechtsanwalts mit Kosten verbunden. Das Honorar hängt von der Art des Mandats und dem Umfang der anwaltlichen Tätigkeit ab.

Im Rahmen der persönlichen Erstberatung werde ich Sie ausführlich über alle anfallenden Kosten sowie die Möglichkeit der Kostenerstattung durch eine Rechtsschutzversicherung informieren. Weiterhin wird eine Abwägung vorgenommen, ob die Erfolgsaussichten einer Klage in einem vernünftigen Verhältnis zum einzugehenden Prozess- und Kostenrisiko stehen.

Zur Beratung über die Kosten zählt auch, Sie über die Möglichkeiten der Inanspruchnahme staatlicher  Unterstützung in Form von Beratungs- und Prozesskostenhilfe zu  informieren - Einzelnes dazu siehe unter Punkt 5. und 6. unten.

Bei Selbstzahlern und finanziellen Engpässen besteht auch die Möglichkeit einer Ratenzahlungsvereinbarung.

Da Sie im Zusammenhang mit einer Mandatsübernahme immer eine individuelle Beratung hinsichtlich der in Ihrem Fall entstehenden Kosten erhalten, verstehen Sie bitte die  nachfolgenden Ausführungen nur als einen allgemeinen ersten Überblick, der Sie vorab über einige Grundsätze der Kostenberechnung informieren soll.

1. Gesetzliche Anwaltsgebühren
Die Vergütung (Gebühren und Auslagen) des Rechtsanwaltes wird, soweit nichts anderes zwischen Anwalt und Mandant vereinbart ist, nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und dem Vergütungsverzeichnis  (VV) in der jeweils gültigen Fassung berechnet.

Die Höhe der Gebühren  wird nach dem sog. Gegenstandswert, also z.B. nach der Höhe der einzufordernden Forderung, berechnet. Der Anwalt hat bei der Berechnung der aussergerichtlichen Gebühren einen Ermessensspielraum (sog. Gebührenrahmen), bei dem er insbesondere die Bedeutung der Angelegenheit, deren Umfang und Schwierigkeit, aber auch die Vermögens- und Einkommensverhältnisse des Mandanten berücksichtigt.  Im gerichtlichen Verfahren sind die Anwaltsgebühren demgegenüber der  Höhe nach in Abhängigkeit vom Gegenstandswert festgelegt.

In sozialrechtlichen Verfahren, Strafsachen und Bussgeldangelegenheiten sind sog. Rahmengebühren vorgesehen. Aus der Mindest- und der Höchstgebühr wird die Mittelgebühr berechnet. Je nach Art und Umfang der Sache kann nach anwaltlichem Ermessen von der Mittelgebühr abgewichen werden.

2. Vergütungsvereinbarung bei Beratung
Bei einer Beratung, die mit keiner weiteren anwaltlichen Tätigkeit verbunden ist, ist seit Juni 2006 das Honorar mit dem Anwalt zu vereinbaren. In diesen Fällen biete ich Ihnen den Abschluss  einer Vergütungsvereinbarung an, die der Bedeutung der Angelegenheit und dem Umfang der Beratung gerecht wird.

3. Honorarvereinbarung
Sollten die Gebühren nach dem RVG dem Umfang, der Schwierigkeit  und dem Arbeitsaufwand der Sache nicht gerecht werden, besteht im Einzelfall auch ausserhalb von Beratungen die Möglichkeit einer Honorarvereinbarung (Stundenhonorar, Pauschalhonorar).

4. Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherungen
Die Rechtsschutzversicherungen übernehmen, sofern das jeweilige Risiko versichert ist, die Kosten ab dem Eintritt des sog.  "Schadensfalles". Ggf. sind Wartezeiten zu berücksichtigen. In einigen Fällen, wie z. B. im Sozialrecht, werden die Kosten in der Regel erst ab dem gerichtlichen Verfahren übernommen. Die Abwicklung mit Ihrer Rechtsschutzversicherung  übernimmt meine Kanzlei.

5. Beratungshilfe (BRH)
Bei einem niedrigem Einkommen, das eine bestimmte Grenze nicht überschreitet, und wenn ein Einsatz des geringen Vermögen nicht zumutbar ist und auch keine andere Stelle die Kosten übernimmt (z. B. Rechtsschutzversicherung), kann für die Kosten einer anwaltlichen Beratung / aussergerichtlichen Vertretung, die sog. Beratungshilfe in Anspruch genommen werden. Die Wahrnehmung der Rechte darf nicht mutwillig erscheinen.                                                          Die Kosten der anwaltlichen Beratung / Vertretung trägt bei der BRH die Landeskasse. Dem Rechtsanwalt müssen Sie nach Übergabe des sog. Beratungshilfescheins lediglich noch 10,00 EUR zahlen. Dieser Eigenanteil kann jedoch ggf. auch erlassen werden. Zur Erteilung dieses Beratungshilfescheins wenden Sie sich bitte an die Rechtsantragstelle des Amtsgerichtes Ihres Wohnsitzes.
Im Bereich strafbarer Handlungen oder bei Ordnungswidrigkeiten ist über Beratungshilfe nur eine Beratung möglich; die Vertretung und Verteidigung werden von der Beratungshilfe nicht umfasst.

6. Prozesskostenhilfe (PKH)                                                                                                    Für ein gerichtliche Verfahren besteht ggf. die Möglichkeit der sog. Prozeßkostenhilfe (PKH). Die PKH kann beantragt werden, wenn nur ein geringes Einkommen vorliegt und und wenn ein Einsatz des geringen Vermögen nicht zumutbar ist sowie keine andere Stelle die Kosten übernimmt (z. B. Rechtsschutzversicherung). Weiter muss die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichend Aussicht auf Erfolg bieten und nicht mutwillig erscheinen.   Im Wege der PKH werden im gerichtlichen Verfahren die  Gerichts- und die eigenen Anwaltskosten übernommen Die gegnerische Anwaltskosten werden durch die PKH nicht abgedeckt. Hinzuweisen ist für den sozialrechtlichen Bereich, dass diese Verfahren zumeist gerichtskostenfrei sind und die beklagten Leistungsträger sich in der Regel selbst vertreten und demzufolge fremde Anwaltskosten nicht entstehen.                                                               Das Gericht kann, nachdem es die PKH gewährt hat, die Bewilligung ändern oder aufheben, wenn sich die Einkommensverhältnisse verbessert haben.                                                         Bei der Beantragung der PKH auf den einschlägigen Formulare sind wir Ihnen behilflich.

[HOME] [VERKEHRSRECHT] [SOZIALRECHT] [STEUERN] [KOSTEN] [ANFAHRT] [IMPRESSUM]